Desperado, From Dusk Till Dawn, Irgendwann in Mexico, Sin City, Planet Terror, Four Rooms …

Wer je einen der eben genannten Filme gesehen hat ( gibt´s etwa wirklich Leute, die  hier “Nö” sagen ), kennt die Arbeit von Robert Rodriguez.

Der amerikanische Regisseur mit mexikanischen Wurzeln, ist das was man wohl als gestandenen Hollywood Player bezeichnen kann. Obwohl mir als So-gut-wie-Cineastin seine Arbeit bekannt war, hatte ich bis vor kurzem nicht gewusst auf was für spektakuläre Art Rodriguez´ Karriere startete.

Genug der Vorrede: Wer sich auch nur einen Furz für Film und die Maschinerie Hollywood interessiert für den bietet Rodriguez 1995 erschienendes Buch “Rebel Without a Crew” alles was er sich wünschen kann.

In Tagebebucheinträgen beschreibt Rodriguez seine Anfänge als Filmemacher, von den ersten Kurzfilmen, über seine Aufnahme an der Filmhochschule, bis zu (und spätestens hier wird´s interessant) dem Tag an dem er die famose Idee hat ohne jede Crew, im Alleingang einen 90-Min Film in Mexico zu drehen.

Was folgt ist mehr als abenteuerlich.

Rodriguez erzählt von seinem einmonatigen Leben als Versuchskaninchen der Pharmaindustrie um Geld für den Film aufzutreiben. Er schildert en Detail die Entstehung des Scripts, die Suche nach Darstellern, die Produktion des Low-Low-Low-Budget Films und schließlich den Versuch den fertigen Film an den Mann zu bringen.

Als nach zwei Dritteln des Buches Hollywood den 23- jährigen als The Next Big Thing feiert und alles was Rang und Namen hat sich um den jungen Filmemacher und seinen Erstling “El Mariachi” reißt, kann man nicht anders als jubeln.

Von jemandem der schon einige Filmbücher gelesen hat:

So unterhaltsam und locker und gleichzeitig informativ und nah dran am Hollywood Zirkus, sind gedruckte Werke selten. Nie habe ich aus einem einzigen Werk soviel mitgenommen, wie aus diesem. Und noch ein Plus: Nie hörte sich Filmemachen einfacher und spaßiger an. Ich grab schonmal meine alte Kamera aus.

Lesen, Lesen, Lesen!

XoXo

O.

Photo via: Amazon.de & IMDB.com