I cannot Mohr!

Mohr is less!

Don´t give me Mohr!

…..

Ich hätte noch einige viel, viel schlechtere Wortspiele parat, die allerdings alle noch viel weniger den Cyberspace wert sind, den sie einnehmen würden, also höre ich an diesem Punkt auf mit den Scherzen und beginne mit dem ernsten Teil:

No Mohr Jokes! (der hat sich noch reingeschlichen)

Ranting Ola ist zurück.

Der Auslöser dieses Mal: Ein Interview der hochgeschätzen lesmads Damen mit dem Münchner Designer Patrick Mohr anlässlich der Präsentation seiner neuen Kollektion bei der gestern endenden Fashion Week in Berlin (Motto der Show: “I want Mohr”- ihr seht den schlechten Wortwitz hab nicht ich gepachtet).

Nachdem es mir nun schon einmal UNGEMEIN gut getan hat mein Unverständnis für ein gewisses Label laut kundzutun und dieser Blog hier ja in erster Linie mein Wohlbefinden steigern soll, komme ich nun nicht umhin mich nochmal meinem Frust hinzugeben – es juckt einfach zu sehr in den zuckelnden Fingerchen.

Wer meinen ACNE Post gelesen hat, dürfte wissen, wie ich zu “cleaner” Mode ohne- für den Laien – erkennbare Schnittführung stehe.

Doch was der talentierte Mister Mohr abliefert, lässt das schwedische Label aussehen, wie den körperbetonten, glitzernden Fiebertraum eines Roberto Cavalli.

Es ist nicht so, als hätte der Münchner nicht schon des öfteren eine Art bestürztes Entsetzen in mir ausgelöst aber die Bilder der aktuellen Kollektion zusammen mit einem Kommentar von ihm aus eben jenem Lesmads Interview, brachten die Mecker-Bombe dann doch schließlich zum Zünden.

“Bei der aktuellen Kollektion habe ich mich aber mehr auf die Frau und ihre Formen eingelassen.” (Quelle: Lesmads)

Die Frau und ihre Formen.. Moment: Formen? F-o-r-m-e-n?

Spielen wir eine Runde “Wo ist Walter?”: Wer auf oben gezeigten Bildern Form in irgendeiner Form findet, gewinnt!

Ja, knifflige Angelegenheit. Jemand möge Justus, Peter und Bob rufen.

In Anbetracht der Tatsache, dass Mohrs Kreationen so viel Raffinesse und Eleganz versprühen, erscheint es doch schon sehr mutig, dass der Designer seine Models mit Vorliebe so sehr verunstaltet (ein Beispiel), dass ganz bestimmt nichts von der Kleidung ablenkt.

Im Ernst: Mag vielleicht jemand eine Lanze für Mister Mohr brechen und mir sein Genie erklären?

Ich gebe es ja zu, ich habe nie Modedesign studiert, mein Wissen beschränkt sich auf solches aus Glamour, Vogue, Instyle und Co und mir fehlt sicherlich hier und da das Auge für die raffinierte Handwerkskunst hinter einem Kleidungsstück, aber:

Wenn Fashion weniger wie Absicht erscheint und mehr einem Unfall gleicht, den die armen Models über den Laufsteg schleppen müssen, während der versammelte Modezirkus vor Verzückung seufzt, dann stimmt doch irgendwas nicht.

Versteht mich nich falsch, ich liiiiiiiiiiebe besagten Zirkus mit all seinen bizarren Auswüchsen.

Nicht jeder muss wie Karl designen, Mode darf und soll sich entwickeln.

Aber ich sage: Sollte der Modezirkus in Richtung Mohrhausen ziehen, werde ich meine Dauerkarte definitiv kündigen.

Because I do not like it anyMOHR!  (haha)

Bisou

O.

Nachtrag: Zwei Stunden nach Erscheinen dieses Posts fand die Verfasserin ein Paket mit grausamen Inhalt vor ihrer Haustür. Ein frisch abgetrennter Pferdekopf mit einem Patrick Mohr T-Shirt im Maul. Oh, Schreck.

Merke: Nie wieder über Designer lästern, die gleich um die Ecke wohnen.